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Bonität / Emittentenrating / CDS

Das Emittentenrisiko ist ein Risiko, das Anleger stets im Auge behalten müssen. Denn sollte der Emittent von Zertifikaten, Warrants und Notes („Derivate“), die der Investor in seinem Depot hat, insolvent werden, kann die Anlage im ungünstigsten Fall wertlos sein. Um dieses Risiko besser abzuschätzen, können sich Anleger an einigen Kennzahlen wie Credit Default Swap-Spreads, Kernkapitalquoten (Tier-1-Ratio), Marktkapitalisierung und Ratings von Agenturen orientieren.


Credit Default Swap-Spreads (CDS-Spreads)

Bei Credit Default Swap-Spreads (CDS-Spreads) zahlt der Käufer des Credit Default Swaps („CDS“) an den Verkäufer des CDS eine Art Versicherungsprämie gegen Kreditausfallrisiken, damit dieser dafür das Bonitätsrisiko für eine bestimmte Partei übernimmt. Kommt es später bei dieser Partei zu einem Zahlungsausfall, muss der Verkäufer des CDS diesen ersetzen. Je grösser der CDS-Spread, umso höher wird das Bonitätsrisiko dieser Partei eingeschätzt. Dabei kann der CDS-Spread näherungsweise als der Unterschied zwischen einer risikolosen Anlage und einer Investition in Anleihen der betreffenden Partei interpretiert werden. Weitere Informationen zu Funktionsweise und Interpretation der CDS-Spreads finden Sie in unserer Akademie, Folge 50.

Eine weitere Kennzahl ist die Kernkapitalquote, auch Tier-1-Ratio genannt. Die Kernkapitalquote gibt an, zu welchem Anteil das Kernkapital die Risiko-Aktiva abdeckt. Sechs Prozent sind nach Basel III zwingend, was bedeutet, dass sechs Prozent des risikogewichteten Kreditvolumens durch Kernkapital gedeckt sein müssen. In der Praxis wird jedoch – gerade in der derzeitigen Situation – ein deutlicher Puffer zu dem regulatorisch geforderten Mindestwert wichtig.


Wichtige Bonitätskennzahlen im Überblick

GesellschaftKernkapitalquote
(Tier-1-Ratio nach Basel III)
Marktkapitalisierung
(in Mrd. Euro)
Rating
S&P
Rating
Moody´s
Rating
Fitch
Goldman Sachs Group, Inc.14,00% (3) (4)89,84 (1) (2)BBB+A3A
Goldman Sachs InternationalA+A1A

(1) Quelle: Bloomberg; (2) Stand: 10.04.2017; (3) Quelle: Third Quarter 2016 Form; (4) Stand: 16.12.2016


Credit Default Swaps und Emittentenrisiko

Die auf dieser Webseite gezeigten Warrants, Zertifikate und Notes sind entweder in Globalurkunden verbriefte oder als Wertrechte ausgestaltete Forderungen des Investors gegenüber Goldman Sachs International (die „Emittentin“) gemäss den Bedingungen des jeweiligen Derivats. Für den Anleger ergibt sich hieraus ein Bonitätsrisiko. Im Falle einer Insolvenz oder sonstigen Zahlungsunfähigkeit der Emittentin hat der Anleger das Risiko, dass er seine Forderung gegenüber der Emittentin nicht oder jedenfalls nur teilweise im Rahmen eines Insolvenzverfahrens erhält. Dies kann für den Anleger zu einem Totalverlust führen.

Dieses Bonitätsrisiko hat auch einen Einfluss auf den Kurs von Zertifikaten und bestimmten Optionsscheinen im Sekundärmarkt. Ihr Wert wird auch von der Höhe des CDS-Spreads und der sonstigen für die Bewertung des Bonitätsrisikos verwendeten Faktoren beeinflusst. Steigt der CDS-Spread, ist das ein Anzeichen dafür, dass das Bonitätsrisiko steigt, also wird der Kurs des Wertpapiers tendenziell fallen, während bei einem fallenden CDS-Spread der Wert tendenziell ansteigt.

Zur Reduzierung des Bonitätsrisikos besteht für die von der Emittentin emittierten Derivate eine Garantie von The Goldman Sachs Group, Inc. (die „Garantin“). Die Garantie bedeutet, dass der Anleger im Falle eines Ausfalls der Zahlungsfähigkeit der Emittentin die Erfüllung der Zahlungsansprüche aus dem Wertpapier/Wertrecht von der Garantin verlangen kann. Der Hinweis auf die Garantie ist im Termsheet des jeweiligen Produkts enthalten. Für nähere Informationen zum Emittentenrisiko empfehlen wir Ihnen auch unsere Akademie-Folge 48: Emittentenrisiko bei Zertifikaten.

Für die Beurteilung der mit dem Erwerb der Derivate verbundenen Bonitätsrisiken durch den Anleger ist somit die Bonität der Garantin, The Goldman Sachs Group, Inc., von massgeblicher Bedeutung. Neben den oben bereits genannten CDS-Spreads und der Kernkapitalquote ist ein weiteres wichtiges Kriterium für die Beurteilung der Bonität das sogenannte Credit Rating durch die Ratingagenturen. The Goldman Sachs Group, Inc. ist unter dem Börsenkürzel „GS“ an der New York Stock Exchange gelistet und ist dort seit 1869 aktiv. Die Bewertung der Ratingagenturen bezieht sich allein auf die Garantin und nicht auf die Emittentin selbst. Zusammenfassend heisst dies, dass der Anleger im Falle einer Insolvenz oder sonstigen Zahlungsunfähigkeit der Emittentin und der Garantin das Risiko eines kompletten Wertverlustes der Wertpapiere/Wertrechte hat. Sonstige, über die Garantie hinausgehende Sicherheiten oder Sicherungseinrichtungen bestehen für die Wertpapiere/Wertrechte nicht. Der Anleger sollte sich daher während der Laufzeit eines von ihm erworbenen Derivats laufend über die Bonität der Emittentin und vor allem der Garantin informieren.



EUSIPA

Die European Structured Investment Products Association (EUSIPA) ist ein eine europaweite Organisation, die den Markt für strukturierte Investmentprodukte fördern und künftige Transparenzinitiativen auf europäischer Ebene koordinieren möchte, um so einheitliche Standards in Europa zu schaffen. Zu den Mitgliedern gehören der Deutsche Derivate Verband (DDV), der Schweizerische Verband für Strukturierte Produkte (SVSP), das Zertifikate Forum Austria (ZFA) und die Associazione Italiana Certificati e Prodotti di Investimento (ACEPI).


EUSIPA-Produktkategorisierung

eusipaDie EUSIPA veröffentlicht eine „Derivative Map“, eine Übersichtstabelle zu den wichtigsten derivativen Investmentprodukten. Sie werden nach der jeweiligen Produktart beispielsweise für Deutschland unter anderem in „Anlageprodukte mit Kapitalschutz“ und „Anlageprodukte ohne Kapitalschutz“ sowie in „Hebelprodukte mit Knock-out“ und „Hebelprodukte ohne Knock-out“ unterteilt. Darüber hinaus sind die jeweiligen Auszahlungsprofile grafisch dargestellt.

Die „Derivative Map“ können Anleger auf den Seiten der EUSIPA bestellen oder herunterladen.


In den Stammdaten für die einzelnen Produkte auf den Seiten von Goldman Sachs finden Anleger die konkrete Zuordnung zu den EUSIPA-Kategorien. Dazu müssen Anleger lediglich die ISIN, den Valor oder das Symbol ihres Produkts in die Suchfunktion oben rechts eingeben. Sie kommen dann automatisch auf die Seite mit der Produktübersicht. Dort finden sie in den Stammdaten auch die EUSIPA-Kategorie des Produkts.



Interessenkonflikte

Bei der Emission von Zertifikaten und Hebelprodukten können Interessenkonflikte auftreten. Es ist z. B. möglich, dass Goldman Sachs Zertifikate oder Hebelprodukte auf Aktien von Unternehmen anbietet, bei denen es zu Interessenkonflikten kommen könnte. Hierzu zählen beispielsweise Gesellschaften, an denen Goldman Sachs beteiligt ist oder die von Goldman Sachs bei Transaktionen beraten werden, beispielsweise bei Fusionen oder Übernahmen.


Überblick über mögliche Interessenkonflikte

Einen Überblick über mögliche Interessenkonflikte (in engl. Sprache) finden Sie hier.



Schweizerischer Verband für Strukturierte Produkte

Der Schweizer Markt für strukturierte Produkte ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und mit einem Anlagevolumen von über CHF 230.5 Milliarden (Stand November 2016) der weltweit grösste. Aufgrund seiner volkswirtschaftlichen Bedeutung wurde am 4. April 2006 der Schweizerische Verband für Strukturierte Produkte (SVSP) gegründet.


Die Interessenvertretung der Emittenten

Beim Schweizerischen Verband für Strukturierte Produkte (SVSP) handelt es sich um eine Interessenvertretung der Emittenten von strukturierten Produkten.

Die erste Aufgabe des Schweizerischen Verbandes für Strukturierte Produkte ist es, die Rahmenbedingungen für strukturierte Produkte auf dem Finanzplatz Schweiz nachhaltig günstig zu beeinflussen. Im Verband sind 18 bedeutende Emittenten vertreten, darunter auch Goldman Sachs. Sie machen mehr als 95 Prozent des Marktvolumens von strukturierten Produkten in der Schweiz aus. Der Sitz des Verbandes ist in Zürich.


Der SVSP hat den Derivatemarkt in fünf Gruppen unterteilt: Hebelprodukte, Kapitalschutzprodukte, Renditeoptimierungsprodukte, Partizipationsprodukte und Anlageprodukte mit Referenzschuldner. Die komplette Liste der Produkttypen können Anleger auf der Internetseite des SVSP abrufen.


Hier kommen Anleger zur Swiss Derivative Map.


 
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